Evangelische Pfingst-Kirchengemeinde

Geschichte
Altar und Orgel
Der Altar und die Orgel (nach 1908)
Ehrenkarte
Gemeindesaal
Altarraum nach der Einweihung der Pfingstkirche
Gemeindehaus
… und heute (November 2002)
Altar
Der Altar mit den beiden Gemälden
Zur Geschichte der Pfingstkirche
Als sich Ende der vorigen Jahrhunderts die Stadt Berlin immer mehr ausdehnte, wurde die Evangelische Markusgemeinde zu groß (am 1.12.1885 wohnten in ihrem Gemeindegebiet 111.392 Menschen).
So wurde 1895 in der Friedenstrasse eine neue Kirche erbaut. In Anknüpfung an ihren Standort auf einem ehemaligen Armenfriedhof erhielt sie den Namen "Auferstehungskirche".
Das Fest der Auferstehung ist das Osterfest. Als am 15. September 1906 von der Auferstehungsgemeinde wiederum 40.000 Seelen abgezweigt wurden, gab man ihr den des auf Ostern folgenden Festes. Daher der Name „Pfingstkirche“.
Die Gottesdienste fanden zunächst in einem Fabrikgebäude statt.
Am 28. Juni 1908 wurde die von den Architekten Werner und Kröger erbaute Pfingstkirche eingeweiht.
Der dreischiffige „Zentralbau“ wird von einem Netzgewölbe überspannt und bietet bis zu 1.000 Personen Platz. Der weithin sichtbare Kirchturm hat eine Höhe von 70 m, die bis 1989 von einem schmiedeeisernen Kreuz noch übertroffen wurden.
Im 2. Weltkrieg traf eine Bombe die Apsis und zerstörte mit ihr auch die Orgel. Nach dem Krieg wurde die Lücke notdürftig mit einer glatten Wand geschlossen, was allerdings die Lichtverhältnisse auf dem Hof und im Gemeindehaus entschieden verbesserte.
Die Gemälde hinter dem Altar
Auf der Innenseite dieser Wand sind seit 1999 zwei Gemälde angebracht. Sie sind Kopien zweier Tafeln des berühmten Schneeberger Cranach-Altars, eine Leihgabe der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Schneeberg/Erzgeb. und stellen Jesu Gefangennahme im Garten Gethsemane und der Auferstehung am Ostermorgen dar. In der Anordnung links und recht des Kreuzes über dem Altar wird die ursprüngliche Anordnung der Tafeln im Festtagszustand des Schneeberger Altars angedeutet. Dort ist in der Mitte die Kreuzigungsszene und darunter in der Predella das Heilige Abendmahl dargestellt – das christliche Glaubensbekenntnis von links nach rechts und von oben nach unten:
Jesus Christus,
für uns gelitten (Gethsamane),
gestorben (Kreuz)
und auferstanden (Ostern),
hat Sünde und Tod überwunden und ist uns den Weg zum ewigen Leben vorgegangen. – Das feiern wir im Heiligen Abendmahl (Altar).

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